Die Informationskampagne zum geplanten Highspeed-Glasfasernetz hat Raunheims Bürger überzeugt. Zahlreiche Haushalte und Eigentümer haben sich inzwischen verbindlich für das neue Netz entschieden. Nach Auswertung der vorliegenden Zahlen kommen die Netzwerk Untermain GmbH und die Kabelcom Rheinhessen GmbH (KCR), ein Unternehmen der pepcom Gruppe, zu dem eindeutigen Schluss: Der Ausbau des Highspeed-Glasfasernetzes trägt sich. In Ihrer Versammlung am 27. März 2014 haben die Stadtverordneten daher den Ausbau beschlossen. Der Baubeginn soll noch im Juni sein.

Im gesamten Stadtgebiet haben derzeit rund 42 % der Grundstückseigner ihre Grundstückseigentümererklärung abgegeben. Ist das Netz erst im Bau, dann wird diese gute Durchdringungsrate erfahrungsgemäß noch weiter nach oben klettern. Denn dann werden auch die zahlreichen Mieter auf das Glasfasernetz zugreifen wollen, um die enorm schnellen Übertragungsraten von zunächst bis zu 100 m/Bit nutzen zu können. "Derzeit sieht es so aus, dass, je nach Stadtbezirk, zwischen 45 % und 60 % der Privathaushalte das Bürgernetz nutzen wollen. Hinzu kommen noch die gewerblichen Nutzer. Angesichts dieser Zahlen erscheint die Wirtschaftlichkeit des Bürgernetzes gesichert. Zumal man bei einer solchen Maßnahme ja in langfristigen Zeiträumen rechnet", erklärt Karsten Jost, Leiter der Stadtwerke und Geschäftsführer der Netzwerk Untermain GmbH.

"Alles spricht dafür. Das geplante Glasfasernetz ist das modernste, leistungsfähigste Netz, das technisch möglich ist. Das ist für unsere Bürger ein Quantensprung und sichert vor allem auch Raunheims Attraktivität als zukunftsfähiger Gewerbestandort", so Bürgermeister Jühe. Außerdem sichere das Bürgernetz Raunheim auch ein Stück Unabhängigkeit. Denn wenn die Stadt selbst das Glasfasernetz betreibt, wird damit automatisch der Willkür externer Versorger ein Riegel vorgeschoben.

Technisch setzt Raunheim beim Ausbau auf eine FTTH-Lösung (fiber to the home). Dabei wird die Glasfaserleitung bis ins Wohngebäude - und nicht wie bei anderen Anbietern nur bis zum Verteilerkasten auf der Straße - verlegt. Das sichert Maximalgeschwindigkeit bei der Datenübertragung. Digitale Telefondienste, der Empfang von HD-TV-Programmen und vieles mehr werden störungsfrei möglich.

Sich schnell zu entscheiden, lohnt sich für Hauseigentümer noch immer. Denn wer seine Grundstückseigentümererklärung noch während der Bauphase abgibt und mindestens einen Internetanschuss beantragt, zahlt nur 300,- Euro Anschlusskosten für das Verlegen der Glasfaser bis ins Haus. Später werden die Anschlusskosten deutlich höher, insbesondere dann, wenn wegen eines zusätzlichen Anschlusses Gehweg- oder Straßenraum aufwändig geöffnet werden müssten.

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